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Malteser Nürtingen

„Heißer Süden“ forderte auch Malteser aus dem Landkreis Esslingen

Gut vorbereitet sein im Ernstfall: Bei der großangelegten Katastrophenschutzübung „Heißer Süden“ wurden Einsatzszenarien für den Notfall geübt – Malteser mit 60 Einsatzkräften aus dem gesamten Landkreis beteiligt.

18.10.2017
Die Malteser im Einsatz

Dichter Rauch durchzieht den Schönbuch an diesem sonnigen Tag – Hilfskräfte mit Gasmasken und in Schutzkleidung dringen in eine verrauchte Festhalle ein um die darin eingeschlossenen fünfzig Jugendlichen zu retten. Wegen einer langanhaltenden Hitzeperiode entsteht ein Flächenbrand ganz in der Nähe des Veranstaltungsortes. Durch den Ansaugtrakt der Belüftungsanlage kommt es zu einer massiven Verrauchung des Gebäudes. Massenpanik bricht aus, es gibt verletzte Personen.

In einer solchen Situation zählt jede Minute. Bei der Großübung „Heißer Süden“ wurden diese Ausnahmesituation von den Hilfs- und Einsatzkräften aus den Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen, sowie aus den Landkreisen Böblingen, Esslingen, Reutlingen und Tübingen gemeinsam simuliert. Ziel war es, die bestehenden Einsatzabläufe und Versorgungsstrategien im Ernstfall zu erproben und die schnelle Erstversorgung sowie der rasche Abtransport der Verletzten unter reellen Bedingungen anzuwenden. Mit mehreren Rettungswägen, einer Schnelleinsatzgruppe, der Einsatzeinheit 5 sowie einer Führungsgruppe waren die Malteser bei der großangelegten Katastrophenschutzübung. 60 Einsatzkräfte aus den Reihen der Malteser aus dem gesamten Landkreis wirkten an der Katastrophenschutzübung mit.

Die Schnelleinsatzgruppe, welche aus ehrenamtlichen Helfern der Bereitschaften aus Nürtingen und dem Aichtal besteht, ist zur Stelle, wenn die Kräfte des hauptamtlichen Rettungsdienstes und der Feuerwehr in einer Notsituation nicht ausreichend sind.

Mit der Einsatzgruppe 5 waren die Gliederungen aus Kirchheim, Nürtingen und Plochingen der Malteser präsent. Sie sind ein Teil der Vorsorge zum Katastrophenschutz von Bund und Länder und werden entsprechend finanziell gefördert.

Mit dem Checkpoint T hatten die Malteser ein eigens für die Transportorganisation eingerichtete Führungsgruppe, welche sich auf den schnellen Abtransport, die Organisation der Rettungsmittel und die Zuweisung in die geeigneten Kliniken spezialisiert hatte.

Zufrieden zeigte sich der organisatorische Leiter und Geschäftsführer der Malteser, Marc Lippe, mit den Abläufen und Ausgang der Übung. „Der Schutz der Bevölkerung in Katastrophensituationen ist – nicht nur durch die Malteser – gewährleistet. Wir arbeiten routiniert und auf hohem Niveau als Team zusammen und ergänzen und unterstützen unsere Arbeit gegenseitig. Die Malteser haben heute tatkräftig gezeigt, dass wir ein verlässlicher Partner in allen Situationen sind“, so Marc Lippe.

Sehen Sie hier den Videobeitrag des "Neckar Fernsehen"...

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Kreissparkasse Esslingen  |  IBAN: DE61611500200100246403  |  BIC / S.W.I.F.T: ESSLDE66XXX